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28.09.2019 Treffen der angestellten ÜbersetzerInnen

Die Statistik spricht eine klare Sprache: Mehr als 85 % der BDÜ-Mitglieder arbeiten freiberuflich. Lohnt es sich da also, für den kleinen Teil der Festangestellten aktiv zu werden? Auf jeden Fall – finden jedenfalls die im Landesverband Baden-Württemberg für Angestellte zuständigen Referentinnen. Und organisierten deshalb am 28. September in Stuttgart das erste BDÜ-Netzwerktreffen speziell für angestellte Kolleg*innen. Der Einladung folgten 13 Teilnehmer*innen. Außerdem mit von der Partie: die 2. Vorsitzende Regina Seelos, die sich ein genaueres Bild von den Bedürfnissen der Angestellten machen wollte, und Beate Hampel, die sich auf Bundesebene für die Belange angestellter Übersetzer*innen und Dolmetscher*innen stark macht.

 

Nach der Vorstellungsrunde schon die erste Überraschung: Die Einsatzgebiete angestellter Sprachmittler sind vielfältiger als gedacht! Im kleinen Übersetzungsbüro oder in mittelständischen Unternehmen, an Landesbehörden oder an Hochschulen, im Großkonzern oder in Anwaltskanzleien – die Bandbreite ist ungemein groß, und genau das bringt natürlich auch ganz unterschiedliche Herausforderungen im Berufsalltag mit sich. Denn wer bei einem Mittelständler quasi in Personalunion Übersetzungsabteilung, Terminologe, Projektleitung und Technische Redaktion ist, kämpft an manchen Stellen mit ganz anderen Problemen als eine Kollegin in einem größeren Sprachendienst.

 

Nach der Vorstellung und einer kleinen Kaffeepause zum Netzwerken ging es dann ans „Eingemachte“. In kleineren Gruppen wurden zwei Dauerbrennerthemen der Branche diskutiert, nämlich Terminologiearbeit und maschinelle Übersetzung. Dabei ging es natürlich um die Abläufe beim Umgang mit Terminologie, um die verwendeten Tools und um eventuelle Probleme, die dabei auftreten. Und beim Thema MÜ kamen bei allen unweigerlich einige Fragen auf: Ist das bei euch im Unternehmen ein Thema? Ist eine Einführung maschineller Lösungen in der Pipeline – oder vielleicht schon Realität? Wenn ja, wie wurden die eingesetzten Lösungen getestet? Welche Ergebnisse werden erzielt? Und wie steht ihr ganz persönlich dazu?

Interessante Einblicke waren dabei garantiert und so manch einer konnte auch die eine oder andere Anregung für die eigene Arbeit mitnehmen– etwa in Form eines Tools, das es zu testen lohnt, oder in Form von Argumentationshilfen pro oder contra maschinelle Übersetzung.

 

Fazit: ein aufschlussreicher und informativer Nachmittag. Wiederholung definitiv nicht ausgeschlossen!

 

Kelly Neudorfer, Ramona Wühle


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BW

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